Kung Fu & Wing Tsun

„Etwas durch harte und geduldige Arbeit Erreichtes“

„Kung Fu" ist das Unterfangen des Menschen, sich durch ständiges Bemühen zu vervollkommnen. Was immer wir auch tun, stets kommt in unserem Tun unsere innere Verfassung zum Ausdruck. Wenn wir unser Handeln vervollkommnen, vervollkommnen wir uns selbst.“

"Kung Fu" wird oft als Bezeichnung für verschiedene chinesische Kampfkunststile wie „Shaolin Kung Fu“ oder „Wing Tsun“ verwendet. In der chinesischen Sprache bezeichnete "Kung Fu" ursprünglich eher den Grad einer Kunstfertigkeit, die durch harte Arbeit erworben wurde, wird aber nun auch dort zur Bezeichnung von Kampfkünsten verwendet.

Bekannt wurde "Kung Fu" in den 1970er Jahren durch den Kampfkünstler und Schauspieler Bruce Lee in den Hong-Kong-Filmen der USA. Von 1953 bis 1959 trainierte er bei Yip Man, dem Großmeister des Wing Chun. Die Anhänger Yip Mans forderten gerne Schüler anderer Kung-Fu-Schulen zu sportlich fair ausgetragenen Kämpfen heraus, an denen sich auch Lee regelmäßig beteiligte.

Unser "Kung Fu" basiert auf der Lehre des Großmeisters Yip Man, den wir in Dankbarkeit ehren. Zur Entstehungsgeschichte des Wing Chun existieren verschiedene Überlieferungen. Inwieweit diese den Tatsachen entsprechen, kann aufgrund fehlender wissenschaftlicher Belege nicht mehr überprüft werden. Entwickelt wurde es über Hunderte von Jahren und hat angeblich seine Wurzeln im berühmten Shaolin-Kloster. Dabei wird von einem südlichen Shaolin-Kloster berichtet, welches im Gegensatz zum nördlichen Shaolin-Kloster heute nicht mehr besteht.

In der am weitesten verbreiteten Version der Entstehungsgeschichte wird beschrieben, dass die Nonne Ng Mui versuchte, ein Kampfsystem für körperlich Unterlegene zu entwickeln, das mit der kraftvollen Shaolin-Kampfkunst der Mönche konkurrieren konnte. Ihr Wissen gab sie an ein Mädchen namens Wing Chun (Wing „preisen“, Chun „Frühling“) weiter, das sich gegen einen lokal ansässigen Kämpfer zur Wehr setzen musste, der sie immer wieder bedrängte.

Eine besondere Charakteristik von Wing Chun ist das Denken in Prinzipien. Man könnte sie auch als Weisungen oder Orientierungshilfen bezeichnen. Diese Prinzipien sind bewusst in der reflexiven Befehlsform formuliert, so dass klar definiert ist, was zu tun ist. Ein entscheidender Vorteil ist die Allgemeinheit, Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit der Prinzipien. Beachtet ein Schüler die Prinzipien, so verhält er sich auch in vollkommen unbekannten Situationen korrekt bzw. macht im Normalfall zumindest keine gravierenden Fehler.

Die hier aufgeführten Prinzipien stellen eine kleine, beispielhafte Auswahl dar, wie sie in unterschiedlichen Wing-Chun-Stilen vorkommen können. Die Prinzipien variieren von Stil zu Stil mitunter sehr stark. Beispielsweise im Wing Tsun und dessen Derivaten lehrt man folgende Prinzipien:

Die Kraftprinzipien:

Befreie dich von deiner eigenen Kraft.
Befreie dich von der Kraft deines Gegners.
Nutze die Kraft des Gegners.
Füge deine eigene Kraft hinzu.

Die Kampfprinzipien:

Ist der Weg frei, stoß vor.
Bekommst du Kontakt, bleib kleben.
Ist die Kraft des Gegners zu groß, gib nach.
Weicht der Gegner zurück, folge.
 

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Maddox Tigers - Selbstverteidugung für Kinder mit Kung Fu und Wing Tsun
Maddox Tigers - Selbstverteidugung für Kinder mit Kung Fu und Wing Tsun

Kung-Fu & Wing Tsun als Mittel zur Selbstverteidigung für Kinder in Dresden